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Freitag, 24. Oktober 2014, 18.30 Uhr

Schloss Dottenwil, Wittenbach

Charity-Dinner Dottenwil

Die Vorstandsfrauen kochen ein raffiniertes 4-Gang-Menü, das Duo Zhunke übrebringt einen bunten melodienstrauss. Der Erlös des Dinners kommt dem Buchprojekt «Frauen bewegen» zu.

Weitere informationen auf der Einladungskarte unter www.fzsg.ch

Frauenzentrale St. Gallen
Bleichestrasse 11
9000 St. Gallen
www.fzsg.ch
info (at) fzsg.ch

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Die Frau, das unsichtbare Wesen

Gedanken zum gängigen Sprachgebrauch

Christa Stahel

Sprache als Instrument zur Kommunikation und gegenseitigen Information ist unerlässlich. Jedermann braucht sie, auch jede Frau. Selbst wenn man dieselbe Sprache spricht, redet man doch oft aneinander vorbei. Jedoch hat die Sprache noch ganz andere versteckte Tücken.

Oft stört es mich, wenn Schreiberinnen in ihren Textinnen vor lauter Sprachgerechtigkeit eine Salatin anrichten, dass keine vernünftige Menschin die Botschaft mehr versteht. Aber noch viel mehr stört es mich, vielmehr ärgert es mich, wenn die Hälfte der Menschheit, die Frauen, konsequent als Nebensache einfach mitgemeint sind.

Beim Namen fängt es an

Bei genauem Hinschauen zeigt sich, dass Frauen nur in ihrer biologischen Existenz als Frau eine eigene Bezeichnung, einen eigenen Namen haben: die Frau, die Mutter, die Tante, die Schwester, die Tochter und die unverzichtbare Geliebte. Das weibliche Kind ist noch neutral: das Mädchen. Mit der Mens wird es, das Mädchen, dann weiblich: die Frau. Doch das männliche Kind ist bereits bei der Geburt männlich: Der Knabe.
Wird die Frau über ihre Tätigkeit definiert, übernimmt sie automatisch die männliche Form mit dem Anhängsel -in: die Verkäuferin, die Sekretärin, die Turnerin.

Männliche und weibliche Konnotation

Berufstätigkeit ist männlich konnotiert. Frauen an Arbeitsplätzen sind de facto Eindringlinnen. Nur um konsequent zu bleiben. Wie ist es aber bei den «typischen Frauenberufen»? Zum Beispiel bei den Krankenschwestern: Wieso ist ein Mann ein Krankenpfleger und kein Krankenbruder? Oder bei der Hebamme: der Hebammer?

Die alten Zöpfe gehen langsam über Bord

Immerhin. Jedes Ding hat seine Zeit. Heute wie eh und je tragen die Frauen mindestens die hälfte der Verantwortung und der Arbeit. Sie gehören mündlich und schriftlich als gleichwertig explizit angesprochen wie die Krone der Schöpfung, die sich letztlich von ener Muse - einer Frau! - küssen lassen muss, damit die Krone so richtig glänzt.