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Gedanken zur Lohngleichheit

Seit jeher erhalten in der Schweiz die Frauen weniger Lohn für die gleiche Arbeit als Männer. Seit dem 1. Januar 2000 ist jedoch Lohngleichheit für gleiche Arbeit für Frauen und Männer in der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft verankert. Es gibt tatsächlich Arbeitgeber, die sich an diese Vorschrift halten.

1. Kapitel: Grundrechte

Art. 7 Menschenwürde
Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen.
Art. 8 Rechtsgleichheit
1
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
2
Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.
3
 Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

Trotz aller Mühen hat sich die Lohnfrage für die Frauen bisher noch nicht nennenswert verbessert. Gemäss den Tagesmedien vom 5. Januar 2018 fordert die Gewerkschafterin Regula Bühlmann an der Medienkonferenz vom 4. Januar 2018 eine Lohnpolizei. Die Arbeitgeber werden sich sträuben.

Dazu meine persönliche Meinung:

Unser Lohnsystem ist falsch.

1.• Der Lohn ist an den Arbeitnehmer gebunden. Da stehen der Willkür Tür und Tore offen.
• Der Lohn muss an die Arbeit gebunden sein. Wer die Arbeit A macht, bekommt den Lohn A, ohne Ansehen der Person. Kinderzulagen werden wie bisher ausgerichtet, sind also nicht verhandelbar.

 

2.. •Der Lohnausgleich im Zusammenhang mit dem Lebenskostenindex wird in Prozenten berechnet. Wenn der Index um zwei Prozent steigt, steigen alle (?) Löhne um zwei Prozent. Das ist ungerecht, denn das «Brötli» kostet für die Wohlhabendene und für die nicht so Wohlhabenden gleich viel mehr. Bekommt nun jemand mit einem Monatslohn von Fr. 12'000 zwei Prozent mehr, sind das Fr. 240, jeden Monat. Jemand mit einem Monatslohn von Fr. 4'000 bekommt jedoch nur Fr. 80.
• Der Teuerungsausgleich muss in Prozenten des Durchschnittseinkommens berechnet werden, also auf der Basis von ~Fr. 7'000. Dann bekämen alle Arbeitnehmer Fr. 150 mehr im Monat. Damit wäre die Teuerung durch den höheren Lebenskosteninds für alle ausgeglichen.
Die Firmen könnten die Personalkosten wesentlich senken, und die Schere würde nicht immer weiter auseinanderklaffen.

 

Mit einer solchen generellen Regelung bräuchte es keine «Lohnpolizei» oder behördliche Kontrollen oder was auch immer. Natürlich wären nicht alle Leute, aber mehr als jetzt, damit zufrieden, weil es gerechter wäre.

Christa Stahel

5. Januar 2018

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Gedanken zur Gleichstellung

Von der Gleichstellung ist seit Beginn der Frauenbewegung die Rede, vom Kampf gegen das Patriarchat, von gleichen Rechten und Chancen für die Frauen, von der körperlichen Integrität der Frauen, vom gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Das Stimmrecht haben wir Frauen in der Schweiz tatsächlich seit 1971. In sogenannten Drittweltländern sind die Frauen seit Anfang des 20. Jahrhunderts stimmberechtigt. Die Liste kann noch lange weitergeführt werden.

Ich fange ganz vorne an mit meiner persönlichen Meinung.

Seit Anbeginn störe ich mich an der Bezeichnung «Gleichstellung der Frauen». Die Gleichstellung als Begriff impliziert eine Erhöhung auf das gleiche Niveau, meinetwegen auf ein Podest, so ähnlich wie bei der Preisverleihung an Sportanläßen. Wir Frauen sollen «erhöht» werden. Dazu muss ich energisch nein sagen, denn wir wollen nicht gnädigst auch auf dem Podest der Männer ein kleines Plätzchen haben, das sie uns höflich zugestehen, damit wir vielleicht irgendwann endlich Ruhe geben. Wir wollen nicht «auch», wir wollen, weil es uns als Menschen zusteht, etwas zu wollen. Wir wollen als ebenbürtige, autonome Menschen anerkannt sein.

Wir können den Spieß einmal umdrehen und die Männer den Frauen gleichstellen. Im Kontext hieße das: die Männer erniedrigen. Wie sähe denn das aus? Die Männer hetzten nach der Arbeit noch zum Einkaufen, holten die Kinder aus der Kita ab, bekämen für ihre Arbeit im Geschäft nur noch 80 Prozent ihres bisherigen Lohnes, leisteten unbezahlte Überzeit, engagierten sich «ehrenamtlich» für die Pflege alter Eltern, kranker Nachbarn, kranker Kinder, sie gingen zu Elterngesprächen und backten Kuchen für den Basar, könnten nur noch Teilzeit arbeiten, würden von den Frauen mitleidig als «Heimchen am Herd» belächelt.

Zum Heimchen habe ich folgendes gefunden:

Biologisch ist das Heimchen, die Hausgrille, der Klassiker unter den Futterinsekten und gehören zur Ordnung der Langfühlerschrecken. Die geduldigen Tierchen sind dabei leicht zu händeln. Denn Heimchen kommen – wie der Mensch – ursprünglich aus den Trockengebieten Afrikas, sie sind aber – im Gefolge des Menschen, das heißt des Mannes – seit langer Zeit praktisch weltweit verbreitet. Der Gesang der Männchen dient in erster Linie der Anlockung der Weibchen und der Äußerung des Paarungswunsches oder der Festlegung von Reviergrenzen. Heimchen sind Allesfresser, die sich mit kauend-beißenden Mundwerkzeugen von fast allen organischen Stoffen ernähren, weiche, abgestorbene Pflanzenreste bevorzugen, aber auch Aas und andere Insekten fressen.

Das Heimchen ist mittlerweile weltweit verbreitet, kommt allerdings in unseren Breiten als ausgesprochen Wärme und Feuchtigkeit liebende Art hauptsächlich in Gebäuden vor, im Sommer können die Tiere auch im

Freien (Mülldeponien oder in Gärten) auftreten.

Damit sind wir Frauen offenbar endgültig definiert. Meinen die Männer, aber WIR FRAUEN NICHT!

Christa Stahel

2. Januar 2018

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Frauenquote

Der Bund macht vorwärts


Der Bundesrat will mehr Frauen in den Chefetagen. Bis 2020 soll der Frauenanteil in den Verwaltungsräten von bundesnahen Firmen und Institutionen auf über 30 Prozent steigen. Damit löst der Bundesrat ein Versprechen ein, das er in der Antwort auf ein Postulat der Basler Ständerätin Anita Fetz im Dezember 2012 gegeben hat. Künftig müssen die Verantwortlichen in bundesnahen Firmen ihre Personenentscheide auf oberster Ebene begründen, wenn sie nicht den neuen Richtlinien entsprechen. Diese sorgen auch für eine ausgewogene Vertretung der Sprachregionen. Die Entwicklung wird jährlich überprüft. 
Weitere Infos zur Medienmitteilung des Bundesrates:

www.frauenaargau.ch 

 

04 feb 2014

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Vera Zingsem

PolyThea

 

Wege der Liebe – Ein Spiel um göttliche Liebespaare

 

Die Liebe ist eine Himmelsmacht, wer wüsste das nicht? Deshalb sind es ihre göttlichen Abbilder aus den unterschiedlichsten Kulturen, die wir als Paare auf dem Spielfeld über zwei gegenläufige Spiralen in Bewegung bringen:

 

• Inanna –Dumuzi (Mesopotamien, 3. – 2. Jahrtausend v. Chr.)

• Isis – Osiris (Ägypten)

• Aphrodite – Adonis (Griechenland, Vorderer Orient)

• Freya – Thor

• Frau Holle – Odin (auch Frau und Herr Gode genannt)

• Maya – Schiva (Indien)

 

Einst bestimmten diese Gottheiten nicht nur das Schicksal der Menschen, sondern das der gesamten Natur, im Wechsel der Jahreszeiten. Auf dieser Reise durch die Welt der göttlich Liebenden wollen wir uns den Paaren über ihre Symbole und Geschichten spielerisch verbinden. Wir tauchen ein in die Welt der Antike, lernen die Göttinnen und Götter über ihre verschiedenen Attribute und Symbole kennen, stellen Ähnlichkeiten, Parallelen und Unterschiede fest und lassen uns über die Ereigniskarten tiefer in ihre Geschichten verwickeln. Bei der Beantwortung von Fragekarten können wir unser bereits erlangtes Wissen testen.

 In der Mitte winkt mit dem Schicksalsrad oder Rad des Lebens eine ungeahnte Überraschung. Alles ist möglich und nur eines ist sicher: Wer am Ende als Paar gemeinsam den Tempel der Liebe erreicht,  muss sich vorher auf einiges Unerwartete gefasst machen. Bis zum Schluss bleibt alles offen, kann sich jedes Geschick noch wenden (auch das Prinzip von Yin und Yang spielt dabei eine Rolle). Gewinn oder Verlust hängen von vielen Faktoren ab, ganz wie im richtigen Leben – und Lieben.


Das Spiel kann draußen wie drinnen gespielt werden und ist in der Besetzung flexibel.


Vor dem ersten Spiel macht die Referentin alle Teilnehmer/innen mit den Geschichten der Gottheiten vertraut, wobei z. T. auch Kraftplätze der Insel aufgesucht werden. Über das Spielen werden die Geschichten auf lust- und humorvolle Weise stärker in unserer Seele verankert. Damit aus passivem Wissen beseelte und gelebte Erfahrung werden kann.

 

Kontakt
Vera Zingsem, Viktor-Renner-Strasse 58, 72074 Tübingen
Telephon ++49 7071 83981; FAX ++49 7071 567060 oder
verazingsem (at) gmx.de

PolyThea e.V.Akademie für weibliche Spiritualitätund postpatriarchale Visionen


Vera Zingsem studierte Theologie, Pädagogik und Religionswissenschaften. Sie lebt als freie Autorin und Tanzpädagogin in Tübingen. Ihr Buch „Der Himmel ist mein – die Erde ist mein. Göttinnen großer Kulturen im Wandel der Zeiten“ ist längst zum Standardwerk avanciert und zur Zeit sogar in zwei Ausgaben erhältlich (Pomaska und Anaconda Verlag). Beliebt sind auch ihre Bücher „Lilith. Adams erste Frau“ sowie „Freya, Iduna & Thor. Vom Charme der germanischen Göttermythen“.

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