iff-forum

 

 

 

Es gibt in Indien das Bild des Netzes,
in dem jeder Mensch als eine Masche
betrachtet wird. Bewegt sich nur eine
Masche, bewegt sich das ganze Netz.

 

 

 

                                                                                                                                               

Psychologie

Psychotherapie

Pädagogik

 

seit 1986

 

feministisch reflektiert
und interpretiert


Welche Hürden sich euch auch entgegenstellen, es liegt in eurer Macht, sie
zu überwinden. Ihr müsst nur wollen.
Olympe Marie de Gouges

 

Das iff-forum zu Beginn

Das iff-Forum begann 1986 mit der Vision,
das Denken, Fühlen und Schaffen von Frauen sichtbar zu machen auf den Gebieten der Psychologie, Pädagogik und angrenzender Fachgebiete. Publizierende und suchende Frauen aus Wissenschaft und Praxis sollten miteinander ins Gespräch kommen und voneinander lernen, durch Vorträge, Workshops und Arbeitstagungen. Ferner durch ein dreijähriges Pilotprojekt Feministische Psychotherapie. Aus den Arbeitstagungen gingen fünf Sammelbände im Kreuzverlag hervor. Eine Liste von «Publikationen von Gewicht» im feministisch reflektierten Sinn ist mit über 450 Titeln im Internet abrufbar.

 

und nach 25 Jahren

Gesellschaftlich hat sich einiges geändert, aber nur teilweise zum Besseren. Auf patriarchaler Seite laufen Gegenbewegungen, um das Erreichte rückgängig zu machen, jedoch unsichtbarer und subtiler als zuvor.

Ganz grosse Veränderungen haben die neuen Techniken im digitalen Bereich gebracht. Kinder beiderlei Geschlechts lernen den Umgang mit Computer und Internet schon in der Primarschule. Damit sehen wir uns vor die Aufgabe gestellt, relevantes Frauenwissen in digitalisierter Form zu vermitteln.

 

Das iff-forum beschäftigt sich zurzeit sehr intensiv mit dieser neuen Aufgabe.

 

Es geht weiter – Neue Perspektiven

Mittlerweile haben sich die Sichtweisen, Themen und Autorinnen, die zu Beginn vorrangig vom iff-forum vermittelt wurden, weitere Wege gebahnt. Denn die Angebote haben in andere Organisationen Eingang gefunden, was überaus schön ist. Es ist zudem ganz wunderbar, zu sehen, dass zwischen diesen Organisationen eine Vernetzung stattgefunden hat und weiter stattfindet nach dem Motto: Kooperieren statt konkurrenzieren.

 

 

 

 

 

Der Feminismus ist nicht überholt

Junge Frauen erklären, der Feminismus sei überholt. Es gehe ihnen gut, sie könnten Beruf und Lebensstil wählen, Gleichberechtigung sei erreicht. Nach einigen Jahren müssen sie jedoch überrascht und enttäuscht feststellen, dass die alte Falle sie eingeholt hat, weil von ihnen erwartet wird, dass sie den Hauptteil der Hausarbeit leisten. Und dass sie, wenn Kinder kommen, sich klaglos der Doppel- und Dreifachbelastung fügen. In diesem Moment wird klar, dass feministische Netzwerke noch absolut notwendig sind, die den desillusionierten Frauen zur Seite stehen und Perspektiven eröffnen.

 

Frauenpolitisches Denken und Handeln

Vernetzung mit politisch aktiven Frauen. So nötig und umfassend die Kritik an der unbefriedigenden Situation der Frauen war, ist sie doch an ihre Grenzen gekommen. Das frauenpolitische Denken – nach Luise Pusch gehört den Frauen die Hälfte - richtet sich an aktive Politikerinnen, damit Frauenforderungen verstärkt ins gesellschaftliche Denken und Handeln Eingang finden. Für eine umfassende Politik der Frauen benötigen Politikerinnen jedoch Argumente, die über das Thema Frauenlöhne hinausgehen.