iff-forum

 

Ziele und Grundsätze

 

Bewährte und neue Ziele

    Nach wie vor ist das Ziel des Forums die Förderung der Weiterbildung von Frauen auf den Gebieten der feministischen Psychologie und Pädagogik.
    20 Jahre nach Beginn ist es nun notweniger denn je, sich stärker auf die Förderung des Wissens über feministische Erkenntnis bei der jüngeren Generation einzustellen.

 

Grundsätzliches

    Die Philosophie des iff geht von der ursprünglichen Zusammengehörigkeit von Denken, Fühlen und Handeln aus, wie dies speziell von der Philosophin Agnes Heller in ihrer Theorie der Gefühle eindrücklich dargestellt wird.
    Die anscheinende Gegensatzstruktur der Geschlechter betrifft in Wirklichkeit die Gefühlswelt, die eine Vielzahl von Gefühlen - auch gegensätzlicher Gefühle - und Impulsen umfasst.
    Sowohl die weibliche als auch die männliche Psyche verstehen wir als eine vollständige und nicht eine durch das andere Geschlecht zu ergänzende Psyche. Carola Meier-Seethaler hat nachgewiesen, dass die Polaritätsidee ursprünglich das Naturgeschehen betraf und nicht auf menschliche Verhältnisse ausgedehnt war.
    Die Anziehungskraft der Geschlechter und gleichgeschlechtlicher Menschen erklärt sich aus der menschlichen Vitalkraft und Liebeskraft und allenfalls aus dem Wunsch nach Mutterschaft und Vaterschaft.
    Die Frauen des iff plädieren für einen neuen Gesellschaftsvertrag, damit Frauen und Männer eine paritätische Beteiligung an allen öffentlichen und privaten Bereichen garantiert wird, auch die Beteiligung der Männer an Haus- und Erziehungsarbeit (fifty/fifty).
    Die Selbstverwirklichung gehört zu den Grundrechten für Frauen und Männer, wobei die Grenzen dieses Rechtes dort zu ziehen sind, wo die Bedürfnisse anderer Menschen, anderer Lebewesen und der Natur tangiert werden.

 

Weibliche Erfahrung und feministische Wissenschaft

    Im Mittelpunkt der Tätigkeit des iff-forums stehen die Erfahrungen und das Wissen von Frauen. Vorrangig werden Vorträge, Kursangebote und Publikationen von Frauen begünstigt, die weibliche Erfahrungen in Erkenntnis und Wissenschaft umsetzen und wiederum in die Praxis einbringen.
    Psychologische und pädagogische Theorien werden an der Praxis gemessen und nicht an weltfremden, unbewiesenen Lehrmeinungen. Auch geniessen die Wechselwirkungen zwischen Theorie und Praxis besondere Aufmerksamkeit.

Mai 2009