iff-forum

 

 

 

 

 

Die Frau hat jahrhundertelang als Lupe gedient,
welche die magische und köstliche Fähigkeit besass,
den Mann doppelt so gross zu zeigen, wie er von Natur aus ist.
Virginia Woolf

 

 

Rundbrief November 2013

 

 

Liebe iff-Frauen

 

Unsere iff-Tagung rückt näher - am 23. November treffen wir uns in der Alten Kaserne in Winterthur. Das Thema «Schwester Tod» findet grossen Anklang und wir freuen uns, dass sich so viele Frauen interessieren.  Der Austausch unter den Teilnehmerinnen wird wohl fruchtbar werden.

Wir haben viel zu tun, denn die Gleichberechtigung, die Ebenbürtigkeit, die Ebenwürdigkeit, sind trotz aller Errungenschaften immer noch in weiter Ferne.

Die Prostitution war diesen Sommer ein Dauerbrenner. Frauen werden als Ware gehandelt. Eine der Frauen sagte in einem Interview: «Für die Männer bin ich ein Stück Fleisch mit Loch.» Die offiziellen Massnahmen jedoch betreffen immer noch die Frauen anstatt die Freier. Die Frauen werden gleich zweimal diskriminiert.

Die Frau in der Werbung gibt Grund zum Protest. Entweder wird sie reduziert auf Kosmetik, Küche und Kinder, muss mit 70 noch immer aussehen wie 25, oder sie erscheint spärlichst bekleidet als eye-catcher auf Kühlerhauben oder vor Kaffeemaschinen. Die Frau wird immer noch als «Heimchen am Herd» oder als Sexobjekt dargestellt, oder wie es Oscar Wilde sagte: «Die Frauen sind ein dekoratives Geschlecht. Sie haben nichts zu sagen, aber sie sagen es mit Charme.» Doch wir Frauen haben etwas zu sagen, und wir sagen es. Laut und deutlich. 

Wieso reden wir die Männer mit «Herr» an, die Frauen aber mit «Frau»? Das Pendant zum Herrn wäre die Herrin, das zur Frau der Mann. Nach Luise Pusch ist die Dame kein gleichwertiges Pendant  zum Herrn. Sagt sie doch ganz treffend: Alle wollen herrlich sein, niemand will dämlich sein. Können Sie sich vorstellen, Ihren Nachbarn mit Mann Meier zu begrüssen? Wohl eher nicht. Denkbar wäre jedoch Freifrau und Freimann. Wir suchen Lösungsvorschläge. Kreieren Sie mit uns, wie würden Sie …???

Zum neuen Psychotherapiegesetz Schweiz per 2017 hat am 22. Oktober eine Tagung in Bern stattgefunden. Wir warten auf die Ergebnisse und erwägen dann die nächsten Schritte. Als erstes wird ein Schreiben mit einem Forderungenkatalog ans BAG, Bundesamt für Gesundheit, und an verschiedene kompetente Frauen und Institutionen gehen. Die Unterlagen können Sie jederzeit per E-Mail bei Christa Stahel (christa.stahel (at) gmx.ch) anfordern.

 

Mit den besten Wünschen für einen noch möglichst langen Altweibersommer verbleibe ich

 

für die Vorstandsfrauen

Christa Stahel