(004)

Etwas zum Schmunzeln ....
Ein Mann war krank und hatte es satt, jeden Tag zur Arbeit zu gehen, während seine Frau zu Hause blieb.
Er wünschte zu sehen, was sie durchmachte, also betete er: "Lieber Gott: Ich gehe jeden Tag zur Arbeit und rackere 8 Stunden, während meine Frau bloß zu Hause bleibt. Ich will, dass sie mal sieht was ich durchmache, also bitte tausche ihren Körper mit meinem für einen Tag. Amen
Gott, in seiner endlosen Klugheit, bewilligte des Mannes Wunsch.
Am nächsten Morgen, siehe da, wachte der Mann als Frau auf.
Er ging aus dem Bett, kochte das Frühstück für seinen Partner, weckte die Kinder, legte ihre Schulkleidung, machte ihnen Frühstück, packte ihre Mittagessen, fuhr sie zur Schule, kam nach Hause und packte die Wäsche zusammen, brachte sie zur Reinigung und ging zur Bank um einen Kredit aufzunehmen, und ging danach Lebensmittel einkaufen, fuhr nach Hause, um die Lebensmittel weg zu räumen, und bezahlte danach die Rechnungen, Miete, Strom usw.
Er säuberte das Katzenklo und badete den Hund. Dann war es bereits 13.00 Uhr und er beeilte sich, um die Betten zu machen, die Wäsche, Staubsaugen, und wischte den Küchenboden.
Er holte die Kinder von der Schule ab und stritt sich mit ihnen auf dem Nachhauseweg. Zuhause gab er ihnen Milch und Kekse, und ließ sie ihre Hausaufgaben machen, danachstellte er das Bügelbrett auf und bügelte während der Fernseher lief.
Um 16:30 fing er an, Kartoffeln zu schälen und Gemüse für Salat zu waschen, panierte die Schweinekoteletts und schnitt frische Bohnen für das Abendessen.
Nach dem Abendessen säuberte er die Küche, schaltete die Spülmaschine an, faltete die Wäsche, badete die Kinder und brachte sie anschließend ins Bett.
Um 21:00 Uhr war er total erschöpft und, obwohl seine täglichen Querelen noch nicht beendet waren, ging er zu Bett, in dem er schon zum Sex erwartet wurde, den er ohne zu meckern über sich ergehen ließ.
Am nächsten Morgen wachte er auf und kniete gleich vor dem Bett und betete: «Herr, ich weiß nicht was mir durch den Kopf ging. Ich beneidete meine Frau dafür dass sie den ganzen Tag zu Hause sein konnte. Oh bitte lass uns wieder tauschen.»
Der Herr, in seiner endlosen Klugheit, antwortete: «Mein Sohn, ich sehe du hast daraus gelernt und ich werde die Dinge mit Freude zurücksetzen wie sie vorher waren. Allerdings musst du dich noch 9 Monate gedulden. Du wurdest letzte Nacht schwanger.»

 


(003) Zitate

 

«Auch sozialistische Männer sind Männer. Sie lieben die Ordnung, die jemand anderer für sie schafft.»

Johanna Dohnal, verstorbene erste Frauenministerin von Österreich

 

«Männlich dominierte Kunstgeschichte meint, dass Frauen nur Gemüse malen können und dies genuin weiblich sei.»

Daniela Hammer-Tugendhat, Professorin für Kunstgeschichte an der Kunst-Universität Wien

 

«Wer an Gott glaubt und seinen Verstand gebraucht, kommt nicht umhin zu erkennen, dass die Herrschaft des Mannes im Namen der Religion und die Unterdrückung der Frau im Namen der Religion nicht von Gott gewollt, sondern von Menschen gemacht sind.»

Seyran Atex, Rechtsanwältin und Frauenrechtsaktivistin

 

aus: FrauenSicht, Mai, Nr. 2/10, Seite 31

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(002) Von der Damenmannschaft

 

Wird eine Mannschaft genannt, entsteht vor dem volkstümlichen geistigen Auge sogleich das Bild einer Gruppe von schweisstriefenden Männern, die gemeinsam etwas unternehmen: Bergwerksarbeiter, die mit dem Aufzug nach unten (sic!) ins Untertagebergwerk fahren, Ruderer in einem Achter (nach der Physiotherapie), Fussballer im Kampf um den einzigen Ball auf dem Spielfeld, und noch viele. Handelt es sich um Hochgebirgskletterer, sind sie jedoch eine Seilschaft. Sind die Arbeiter = (Hand)Werker organisiert, sind sie eine Gewerkschaft, sind sie nicht organisiert, sind sie die Arbeiterschaft. Da sind plötzlich auch die Frauen mitgemeint, obwohl die konsequenterweise eine Arbeiterinnenschaft wären. So richtig eigenartig wird es beim Sport. Wieso sind eine Gruppe Frauen, die Fussball spielen, nicht eine Damenschaft? Besser wäre Frauschaft, denn die Frau ist das weibliche Pendant zum Mann. Sonst müsste es heissen «Herrenschaft» - die Damen sind ja auch im Plural. Und die «Herrschaft» mit den Herren im Singular bedeutet etwas anderes. Wieso sind Kinder eine Mannschaft? Kein Kind ist ein Mann, vor allem die Mädchen nicht. «Kinderschaft» wäre die richtige Bezeichnung, denn »Kindschaft» ist bereits anderweitig besetzt. Dann allerdings müssten die Würfel doch zu Gunsten «Männerschaft» und «Frauenschaft», oder etwas edler «Herrenschaft» und «Damenschaft» fallen. Angesichts solcher Dilemmata wäre zu überlegen, ob allenfalls eine Denkerschaft respektive eine Denkerinnenschaft eine Lösung finden könnte.

Melle

31. März 2010

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Das Gegenstück


Beim Lesen der Zusammenfassung «Eine Bestandesaufnahme der Psychoanalyse von Christa Rohde-Dachser» von Elisabeth Camenzind bin ich auf den Freud'schen Weiblichkeitsentwurf gestossen und habe mir diese Unterstellungen und Zumutungen aus feministischer Sicht betrachtet. Und hier das Ergebnis:

 

Freudas Männlichkeitsentwurf sei von Phantasien des Vergangenheitsunbewussten geprägt, indem er von den Phantasien des Mädchens ausgeht. Nach Freudas Vorstellung seien Knaben und Mädchen von Geburt an «weiblich» (d.h. aktiv), aber nur Mädchen blieben so. Für Knaben beginne mit der Entdeckung des Geschlechtsunterschiedes der schwere Weg in die «Männlichkeit» (d.h. in die Passivität). Die Entdeckung der Busenlosigkeit bedeute für den Knaben eine grosse Enttäuschung. Er fühle sich von da an wertlos, unvollständig, «amputiert». Seinen Mangel laste er dem Vater an. Er wende sich enttäuscht von ihm ab und der Mutter zu. Von nun an begehre er die Brüste der Mutter, jedoch nicht als Lustobjekt, sondern um sich narzisstisch zu komplettieren. Später verwandle sich dieser Busenwunsch in den Wunsch nach einem Kind von der Mutter (Frau), am liebsten ein Mädchen (als Busenträgerin). Nur deshalb geniesse der Mann die Vaterschaft. Der Busenneid des Mannes bleibe in der Regel ein Leben lang bestehen. Neid sei deshalb einer seiner herausragenden Charakterzüge. Sein Interesse beschränke sich auf das enge soziale Beziehungsgeflecht, in dem er lebe und auf die Erfüllung der damit verbundenen Alltagsaufgaben. Da seine Sublimierungsfähigkeit gering sei, erstrebe er auch nichts anderes. Sein beschränkter Lebensradius entspreche seinen Bedürfnissen. Wegen seiner organischen und charakterlichen Defizienz bleibe er ein Leben lang von der Frau und ihren narzisstischen Restitutionsleistungen abhängig. Er habe auch die schwächere sexuelle Konstitution. Die Libido (das Begehren) sei weiblich. Der Begriff "männliche Libido" mache keinen Sinn. Die Brusthaare seien verkümmerte Brüste. Mit der Entwicklung zur Männlichkeit müsse die phallische Sexualität aufgegeben und auf den Penis, den "Lustort der Frau" verschoben werden. Die Frau handle, der Mann reagiere. Männlichkeit sei identisch mit (erworbener) Passivität, die "masochistisch" genossen werde (56-57).

Ich möchte den Aufschrei des Plebs hören, wenn wir Frauen so über DEN Mann schrieben! Die Frau gibt das Leben weiter und ist defizient!

 

Melle